KSK-Prüfung der Versicherten

KSK-Prüfung der Versicherten: Meldung des tatsächlichen Arbeitseinkommens für Vorjahre

Du bist über die KSK versichert und hast das Schreiben „Meldung des tatsächlichen Arbeitseinkommens für Vorjahre“ erhalten?

Du möchtest Dein KSK-Schreiben und Deine konkrete Prüfungssituation einordnen?

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Kurz gesagt:

Wenn Du dieses Schreiben erhalten hast, solltest Du es nicht wie eine normale Einkommensmeldung behandeln. Auf dieser Seite erfährst Du, woran Du eine KSK-Prüfung erkennst, welche Folgen falsche oder unvollständige Angaben haben können, was bei zu hoch oder zu niedrig geschätztem Einkommen wichtig ist und warum Du das Formular nicht vorschnell ausfüllen solltest.

Die Künstlersozialkasse ist durch den Gesetzgeber verpflichtet, bei jährlich etwa 10.000 Versicherten stichprobenartig eine KSK-Prüfung durchzuführen.

Wir informieren und beraten Dich gerne.

  • Bußgeld: Minimiere das Risiko einer Geldbuße
  • Versicherungspflicht: Kläre, ob Dein Versicherungsstatus betroffen sein kann
  • Nachzahlung: Kläre, welche finanziellen Folgen in Deinem Fall tatsächlich möglich sind

Du benötigst Sofort-Hilfe? Wir helfen Dir bei der Einkommensprüfung durch die KSK. Wir konnten bereits viele Freiberufler bei KSK-Prüfungen unterstützen, Risiken frühzeitig zu erkennen, Bußgelder zu verringern oder mögliche Strafen zu vermeiden. Lass Dich deshalb rechtzeitig beraten, bevor Du Angaben machst, bei denen Du Dir unsicher bist.

Was eine KSK-Beratung zur Prüfung kostet

Das trifft auf Dich zuPreis
Du arbeitest allein als Freiberufler:in149,95 € inkl. 19 % MwSt.
Du bist Gesellschafter:in einer GbR, UG oder GmbH190,40 € inkl. 19 % MwSt.

Dauer: 45 Minuten.

Du zahlst nichts doppelt.

Deine Beratung bezahlst Du direkt bei der Buchung. Entscheidest Du Dich danach für eine Mitgliedschaft bei Freie Wildbahn e.V., schreiben wir Dir den Betrag gut. Vom ersten Jahresbeitrag musst Du dann nur noch die Differenz begleichen.

Risiken erkennen

So erkennst Du, dass Du eine KSK-Prüfung hast

Mit der Meldung des voraussichtlichen Jahresarbeitseinkommens musst Du als KSK-versicherte Person Deinen Gewinn für das folgende Kalenderjahr schätzen und diese Gewinnprognose abgeben. Diese reguläre Einkommensmeldung ist von einer KSK-Prüfung zu unterscheiden.

Ein älteres Beispiel eines KSK-Schreibens zur Meldung des voraussichtlichen Jahresarbeitseinkommens mit Hinweis auf eine spätere Prüfung findest Du hier. Das Beispiel dient nur zur Orientierung. Form, Jahre und Fristen können sich ändern.

Aber Achtung! Bei etwa 5 % der Schreiben, die die Künstlersozialkasse an ihre Mitglieder verschickt, ist im unteren Bereich ein sehr wichtiger Absatz versteckt, der leicht übersehen werden kann:

Marlon Rother
Marlon Rother
Rechtsanwalt
„Die Künstlersozialkasse ist gesetzlich verpflichtet, die Einkommensverhältnisse der Versicherten stichprobenartig zu überprüfen. Sie werden in Kürze eine weitere Anfrage der Künstlersozialkasse erhalten, in der es um Ihre in den vergangenen Jahren erzielten Einkünfte geht.“
Dokument - Meldung Einkommen Vorjahre - KSK-Prüfung

Wenn Du ein Schreiben mit einem solchen Hinweis erhalten hast, kann eine gesonderte Anfrage zu Deinem tatsächlichen Arbeitseinkommen der Vorjahre folgen. Ein älteres Beispiel des Formulars „Meldung des tatsächlichen Arbeitseinkommens für Vorjahre“ findest Du hier.

Der Sinn der Prüfung: Die KSK gleicht Deine damaligen Schätzungen mit den tatsächlichen Gewinnen aus den Steuerbescheiden ab.

Auch dieses Beispiel dient nur zur Orientierung. Maßgeblich sind immer Dein konkretes Schreiben, die dort angeforderten Unterlagen und die dort genannte Frist.

Sieht Dein KSK-Schreiben so oder ähnlich aus? Dann sei ab jetzt bitte sehr vorsichtig!

Augenscheinlich wirken die Ausfüllhinweise selbsterklärend. Trotzdem liegen die Gefahren im Detail.

Daher unser klarer Rat: Bitte fülle das Dokument nicht vorschnell aus, wenn Du bei Deinem Einkommen, Deinen Tätigkeitsbereichen oder den geforderten Unterlagen unsicher bist.

Prüfe zuerst genau:

  • welche Angaben die KSK von Dir verlangt,
  • welche Jahre betroffen sind,
  • welche Unterlagen Du einreichen sollst,
  • und welche Frist in Deinem konkreten Schreiben gilt.

Du musst nicht überhastet reagieren. Wichtig ist aber, dass Du fristgerecht antwortest und Dich nicht auf alte Musterformulare oder frühere Fristen verlässt.

Was Deine vollständigen Unterlagen umfassen und was Du in Deinem individuellen Fall beachten solltest, klären wir gerne gemeinsam mit Dir in unserer individuellen Beratung zu Deiner KSK-Prüfung:

Konsequenzen vermeiden

Konsequenzen, die eine KSK-Prüfung für Deine Versicherungspflicht haben kann

Eine KSK-Prüfung kann mehr auslösen als nur Rückfragen zu Deinem Einkommen. Je nach Deinem individuellen Fall können Deine Versicherungspflicht, Deine Kranken- und Pflegeversicherung, Beitragszuschüsse, mögliche Bußgelder oder weitere Prüfungen und Nachweise betroffen sein.

5000 Euro Geldbuße
ACHTUNG:
  • Mindesteinkommen: Ein Ausschluss aus der Versicherung über die KSK kann in Betracht kommen, wenn das jährliche Mindesteinkommen von 3.900 Euro innerhalb von sechs Jahren mehr als zweimal unterschritten wurde. Ein einmaliges Unterschreiten bedeutet daher nicht automatisch, dass Deine Versicherungspflicht sofort endet.

  • Kranken- und Pflegeversicherung: Eine zusätzliche Beschäftigung oder eine weitere nicht künstlerische bzw. nicht publizistische selbständige Tätigkeit kann Deinen Versicherungsschutz nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz (KSVG) beeinflussen. Entscheidend sind Art, Umfang und wirtschaftliche Bedeutung der jeweiligen Tätigkeit. Pauschale Aussagen allein anhand einer einzelnen Monatsgrenze reichen dafür nicht aus.

    Je nach Art und Umfang Deiner zusätzlichen Tätigkeit kann sich daraus eine andere sozialversicherungsrechtliche Einordnung ergeben. In solchen Fällen kann die KSK weiterhin Beiträge zur Rentenversicherung verlangen, während für die Krankenversicherung eine andere Absicherung erforderlich werden kann. Dabei können zusätzliche Krankenversicherungsbeiträge von 400 Euro monatlich oder mehr entstehen.

  • Bußgeld bei falschen oder unvollständigen Angaben: § 36 Abs. 1 KSVG sieht für bestimmte vorsätzliche oder fahrlässige Verstöße gegen Melde-, Auskunfts- und Vorlagepflichten Geldbußen von bis zu 5.000 Euro vor.

    Erkennt die Künstlersozialkasse oder die Deutsche Rentenversicherung bei der Überprüfung Deiner Einkommen der Vorjahre systematisch erheblich zu niedrige Einkommensschätzungen, droht ein Bußgeld bis zu einer Höhe von 5.000 Euro.

WICHTIG:
  • ⚠️

    Private Krankenversicherung und Beitragszuschüsse: Wenn Du privat krankenversichert bist und einen Beitragszuschuss der KSK erhältst, können Abweichungen zwischen Deinem geschätzten und Deinem tatsächlich erzielten Einkommen relevant werden. Je nach Deinem konkreten Versicherungs- und Zuschussfall kann es zu Korrekturen oder Rückforderungen kommen. Dabei kann es schnell um vierstellige Beträge gehen.

  • ⚠️

    Weitere oder detailliertere Prüfungen: Ergeben sich bei der Gegenüberstellung Deines gemeldeten Einkommens und Deines tatsächlichen Arbeitseinkommens größere Abweichungen, bedeutet das nicht automatisch, dass bereits festgesetzte monatliche KSK-Beiträge rückwirkend neu berechnet werden. Größere Abweichungen können jedoch weitere oder detailliertere Prüfungen auslösen.

  • ⚠️

    Zu hoch geschätztes Einkommen: Hast Du Dein Einkommen zu hoch geschätzt, können daraus höhere monatliche KSK-Beiträge entstanden sein, die rückwirkend grundsätzlich nicht korrigiert werden.

Gerade deshalb geht es bei einer KSK-Prüfung nicht nur darum, Zahlen in ein Formular einzutragen. Entscheidend ist, welche Angaben die KSK konkret prüft, welche Unterlagen verlangt werden und welche Auswirkungen sich daraus für Deinen individuellen Fall ergeben können.

Diese Liste soll Dir keine Angst machen — sie zeigt, warum eine KSK-Prüfung kein Fall für Bauchgefühl ist. Die gute Nachricht: Fast alle diese Konsequenzen lassen sich vermeiden, wenn Du strukturiert und rechtzeitig antwortest. Genau dabei unterstützen wir Dich — mit der praktischen Erfahrung von Freie Wildbahn e.V. aus tausenden KSK-Fällen.

Fehleinschätzungen

In den Vorjahren hast Du Dein Einkommen zu gering oder zu hoch geschätzt

Mit der Meldung des voraussichtlichen Jahresarbeitseinkommens musst Du als KSK-versicherte Person Deinen Gewinn für das folgende Kalenderjahr schätzen und diese Gewinnprognose abgeben.

Das voraussichtliche Jahresarbeitseinkommen ist eine Prognose. Wenn sich Deine Erwartungen im laufenden Jahr ändern, kannst Du der KSK ein geändertes voraussichtliches Arbeitseinkommen mitteilen. Die Änderung wirkt sich grundsätzlich für die Zukunft auf die Beitragsberechnung aus.

Hast Du in den vergangenen Jahren Dein Einkommen zu gering eingeschätzt? Und Du hast jetzt eine KSK-Prüfung – also eine Überprüfung Deines tatsächlichen Arbeitseinkommens für Vorjahre?

Dann befürchtest Du möglicherweise eine hohe Nachzahlung an KSK-Beiträgen.

Die gute Nachricht vorweg: Eine Abweichung zwischen Deiner früheren Einkommensprognose und Deinem späteren tatsächlichen Einkommen führt nicht automatisch zu einer rückwirkenden Nachzahlung bereits festgesetzter monatlicher KSK-Beiträge.

Aber Achtung: Das bedeutet nicht, dass falsche oder unvollständige Angaben folgenlos bleiben.

§ 36 Abs. 1 KSVG sieht für bestimmte vorsätzliche oder fahrlässige Verstöße gegen Melde-, Auskunfts- und Vorlagepflichten Geldbußen von bis zu 5.000 Euro vor. Entscheidend ist deshalb nicht allein, wie groß die Abweichung zwischen Schätzung und tatsächlichem Einkommen war, sondern was konkret gemeldet wurde, welche Pflichten bestanden und wie Dein individueller Fall aussieht.

Hast Du Dein Einkommen dagegen zu hoch geschätzt, können daraus höhere monatliche KSK-Beiträge entstanden sein, die rückwirkend grundsätzlich nicht korrigiert werden.

Betriebswirtschaftlich solltest Du Deine Prognose deshalb möglichst realistisch abgeben und deutliche Veränderungen rechtzeitig berücksichtigen. Aber weder Du noch jemand anderes hat eine Glaskugel zu Hause, die zuverlässig die zukünftigen Gewinne vorhersagen kann.

Genau für dieses Dilemma gibt es zur ersten Orientierung unseren KSK-Beitragsrechner.

Aber Vorsicht! Beiträge und mögliche Bußgelder sind nicht die einzigen Themen. Je nach Deinem konkreten Fall kann die KSK auch prüfen, ob die Voraussetzungen für Deine Versicherung nach dem KSVG weiterhin erfüllt sind.

Du möchtest Deine bisherige Einkommensschätzung vor einer Antwort genau und individuell einordnen?

Richtig reagieren

KSK-Prüfung: Das solltest Du beim Erhalt des Formulars „Meldung Deines Arbeitseinkommens für Vorjahre“ tun

Du und etwa 10.000 weitere KSK-Versicherte erhalten im Rahmen der Stichprobenprüfung die Aufforderung, Nachweise über das tatsächliche Arbeitseinkommen vergangener Jahre vorzulegen.

Das Wichtigste: Bewahre bei einer KSK-Prüfung Ruhe und antworte nicht vorschnell.

Prüfe zuerst genau, was die Künstlersozialkasse von Dir verlangt, welche Jahre betroffen sind und welche Unterlagen Du tatsächlich einreichen sollst.

Wenn die KSK Dich zur Vorlage von Einkommensnachweisen auffordert, solltest Du strukturiert vorgehen:

  • Lies das Schreiben vollständig und markiere die dort genannte Frist.
  • Prüfe, für welche Jahre und Tätigkeiten die KSK Angaben oder Nachweise verlangt.
  • Stelle die ausdrücklich verlangten Unterlagen zusammen.
  • Vergleiche Deine früheren Einkommensschätzungen mit den tatsächlichen Ergebnissen und prüfe größere Abweichungen.
  • Kläre offene Fragen vor der Abgabe, wenn Dir Angaben oder mögliche Folgen unklar sind.
  • Bewahre eine vollständige Kopie Deiner Antwort und der eingereichten Unterlagen auf.

Die KSK-Prüfung kann unter anderem der Klärung dienen, ob Deine Angaben vollständig waren und ob Du Deinen gesetzlichen Melde-, Auskunfts- und Vorlagepflichten nachgekommen bist.

Antworte nicht überhastet, aber reagiere fristgerecht auf Dein konkretes Schreiben. Nach Deiner Antwort kann die KSK weitere Unterlagen oder Erläuterungen anfordern.

Erlässt die KSK später einen Bescheid und bist Du mit der Entscheidung nicht einverstanden, kann ein Widerspruch möglich sein. Maßgeblich sind dabei immer die Rechtsbehelfsbelehrung und die Frist im konkreten Bescheid.

Du möchtest Dein Schreiben, Deine Unterlagen und mögliche Abweichungen vor der Abgabe gemeinsam prüfen?

Häufige Fragen zur KSK-Prüfung

Eine KSK-Prüfung ist eine Überprüfung durch die Künstlersozialkasse. Im Rahmen einer jährlichen Stichprobe bei 5 % der KSK-Versicherten – etwa 10.000 Personen – wird die KSK Nachweise zum tatsächlichen Arbeitseinkommen der vergangenen Jahre anfordern.

Abgegeben werden müssen Steuerbescheide und andere Nachweise für in der Regel vier bis sechs Vorjahre, um diese zu überprüfen und mit Deinen zuvor gemachten Angaben zu vergleichen.

Auch die Tätigkeitsbereiche werden hierbei standardmäßig erneut abgefragt. Daneben sind auch anlassbezogene Prüfungen möglich.

Unsicher bei Deiner KSK-Prüfung?

Lass Dein KSK-Schreiben und Deine Unterlagen persönlich einordnen, bevor Du antwortest. So kannst Du Dein weiteres Vorgehen sorgfältig vorbereiten.

KSK-Beratung